Another World

Es gibt aufwühlende Zeiten in unseren Leben und der Welt. Es ist längst klar geworden: Wir brauchen eine andere Welt. Dirk von Lowtzow singt da. Antony Hegarty wiegt uns in den Schlaf: Gedanken in Zeiten des Aufruhrs.

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In Deutschland brennen wieder Flüchtlingsunterkünfte. Die Europäische Union errichtet Zäune um sich herum. In der Ukraine ist der Krieg wieder nah an uns heran gerückt, und doch haben wir ihn scheinbar schon wieder vergessen.

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Menschen sterben auf den Meeren, in den Wäldern, in den Städten, im Wüstensand – überall unter derselben Sonne. Die Menschen, die unter derselben Sonne geboren werden, sind sich fremder denn je.

Aber stimmt das denn? Vor meinen Augen flackern dann vage die Bilder Salgados. War es nicht schon immer so? In unseren Ohren summt Antony.

I need another place. Will there be peace?

Alles geschieht zur gleichen Zeit.

Wir sind Schiffbrüchige geworden.

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Ist es das Geheimnis dieser Welt, dass sie keinen Unterschied macht zwischen den Brechungen des Lichts auf dem Wasser, den Schmerzen und Schreien der Völkermorde, dem versickernden Blut der Napoleon’schen Kriege, dem Wiegen einer Blume im Wind?

Ist das Leben das Messer, mit dem wir in uns wühlen?

We need another world.

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Es ist bereits alles gesagt.

Dirk von Lowtzow singt dann.

Im Blick zurück entstehen die Dinge,
im Blick nach vorn entsteht das Glück.

Und Bowie:

Planet Earth is blue
And there’s nothing I can do

Die Grillen zirpen noch zum Abschied und die Wolken zacken Formen aus dem Himmel.

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Wir gehen fort von hier; aber vorher noch schnell zu Burger King.

 
P.S.: Wir schreiben jetzt auch ab und zu für HERMES Baby. Ein Klick lohnt sich.
P.P.S.: Ein Versuch der Utopie wird einmal im Jahr für einige Tage Wirklichkeit, weitab im Nichts, im Norden, nicht fern von der See. Am Abreisetag dann stehen die Polizisten Spalier und rufen „Willkommen zurück!“; aber das hält uns nicht ab.

Bilder & Text © Büro Für Alles

Es gibt 1 Kommentar

  1. King of the Unknown

    HellO, Freundes des schoenen Lebens und Liebhaber des guten Geschmacks !
    So ein melancholischer text bin ich von euch ja nicht gewoehnt,…
    Jedoch transportieren die von euch gemachten Portraits und Reisebilder genau das, wie ich finde.
    die Schoenheit der Welt in all ihre ,auch unschoene, Facetten. https://www.youtube.com/watch?v=lp2IHaeflYo
    Ich bin immer wieder erstaunt wie mich die Musik und die Meta-ebenen( an zu treffen in fast alle Kunst“genres)
    dafür sorgen dasz das Ganze ertraeglich wird …die Flucht in die Musik quasi :
    https://www.youtube.com/watch?v=C7rOKhmnw44
    As long the music s loud enough , we won t hear the world falling apart
    Zum Schlusz , und eigentlich der Grund meines Kommentares; Ich mach auch selber „Musik“ und empfinde folgenden Track : https://soundcloud.com/dubist/samsara sehr treffend als Soundtrack zu eurem Text oben .Und der hier vielleicht auch :https://soundcloud.com/dubist/moment.. Schaut euch auch die Bilder an , die habt ihr nl. mal gemacht.
    Und die artworks zu den tracks is wiederum ein andere Sache wo ich gut und gerne den Lärm der Welt vergessen kann.
    in diesem Sinne,
    Viele liebe Grusze nach Berlin(die olle bitch) aus dem beschauligem:)
    r.
    P.S.: Menschen sind auch nur Tiere!


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