Wir schaffen das nicht!

Lieber Horst, Angstbürger, Pegida-Marschierer, liebe Christsoziale, Pseudo-Sozialdemokraten, besorgte Nachbarn & Co.

Eigentlich ist ja schon alles gesagt. Insbesondere zwischen den Zeilen. Machen wir uns also nichts vor: Die Welt ist komplex; und Besitzstandswahrung ist ein fantastisches deutsches Wort. Und damit ist doch ein großer Teil der Psychologie bereits erklärt, die da passiert montags in Dresden, hinter einmal mehr und immer häufiger weniger vorgehaltener Hand, nicht wahr? Warum proklamieren wir es dann nicht laut? Denn darum geht es ja: Bloß nichts abgeben. Das wäre dann nämlich schlichtweg ehrlicher als: Wir schaffen das nicht!

Wie absurd dieses Argument ist – das eigentlich keines ist – wird kaum klarer als in Anbetracht des Bauantrags der damals 21 Jahre alten Schwester meines Opas aus dem Jahre 1946.

bauantrag-1946-aufnahme-fluechtlinge

Vor einiger Zeit schon hatte mein Opa einen bemerkenswerten Satz gesagt:

Nach dem 2. Weltkrieg hat doch ein jeder geschaut, wo noch ein Zimmer freizuräumen war, um die Heimatvertriebenen aufzunehmen.

Ich habe noch oft daran gedacht seitdem. Wäre das nicht die bessere Alternative für Deutschland als die Alternative für Deutschland und wehende Fahnen vor der Semperoper?

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